Intraartikuläre Hyaluronsäureinjektionsbehandlung
Bei der intraartikulären Hyaluronsäureinjektionsbehandlung handelt es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGEL), d.h. die Behandlung gehört nicht zum Leistungsumfang der gestzlichen Krankenkassen. Die Koste hierfür trägt der Patient.
Hyaluronsäure ist der wichtigste Bestandteil der „Gelenkschmiere“ und des Knorpelgewebes. Durch die Zufuhr von Hyaluronsäure hoher Viskoelastizität kommt es zu einer Verbesserung der Viskosität der Gelenkflüssigkeit und damit zu einer Schutzwirkung für den Knorpelbelag. In der Mehrzahl der Fälle wird ein beschwerdefreier oder zumindest beschwerdearmer Zustand erreicht. Die positive Wirkung der Behandlung kann über 6-8 Monate anhalten. Hyaluronsäure wird direkt in den Gelenkspalt injiziert.
Vom Hersteller wird eine Injektion 3-5 Mal in wöchentlichen Abständen empfohlen.
In den Händen des fachkundigen Anwenders treten bei intraartikulären Injektionsbehandlungen kaum Nebenwirkungen auf, jedoch ist kein medizinischer Eingriff völlig frei von Risiken. Einspritzungen in die Gelenke gehören zu den häufigsten Eingriffen. Trotz aller Sorgfalt kann es in Ausnahmefällen zu Infektionen, zu Spritzenabszessen, zu Verletzungen von Nerven und Blutgefäßen sowie zum Absterben von Gewebe kommen. Insbesondere Infektionen erfordern langanhaltende Nachbehandlungen und können zu bleibenden Beeinträchtigungen des Gelenkes führen. Andere Nebenwirkungen, wie Überempfindlichkeitsreaktionen, sind meist ungefährlich und führen nicht zu bleibenden Schäden. Sollten nach der Injektion unerwünschte Wirkungen auftreten, setzen Sie sich sofort mit uns in Verbindung oder stellen sich in unserer Sprechstunde vor (telefonische Terminvereinbarung erwünscht).
Sollten sie blutverdünnende Medikamente wie Marcumar oder Falithrom einnehmen, so müssen diese Medikamente nach Absprache mit dem verordnenden Arzt vorher abgesetzt werden. Der Quickwert sollte über 80% liegen.
Wie nach jeder Injektion ist direkt danach eine übermäßige Belastung am gleichen Tag (z.B. durch Sport) zu vermeiden. Eine normale Bewegung und Belastung ist möglich und wünschenswert.
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